8. August 2020

 

Stressbelastung in Zeiten von Covid-19

 

Zur Zeit erleben wir eine globale, kollektive Verunsicherung und langfristige Bedrohung durch das Virus Covid-19. Hinzu kommt die Sorge, dass man selbst, Angehörige oder Freunde erkranken könnten. Dies führt zu traumatischem Stress, den wir vielleicht in dieser Intensität und Dauer noch nicht erlebt haben.

Normalerweise reagieren wir auf Bedrohung mit den biologischen Stressreaktionen Kampf, Flucht oder Erstarrung. Da der Feind unsichtbar ist, können wir ihn nicht aktiv bekämpfen oder vor ihm flüchten. Dies kann zu einer Erstarrungsreaktion führen, die unsere evolutionär älteste Reaktion auf Bedrohung und Stress ist. Obwohl man weiterhin im Alltag zu funktionieren scheint, fühlt man sich erschöpft, reizbar, unruhig, innerlich leer und depressiv. Die  Erstarrung löst sich normalerweise von selbst, sobald man wieder in Sicherheit und die Gefahr vorüber ist. Das ist momentan noch nicht der Fall, da das Virus weiterhin eine Bedrohung darstellt. Auf diese Weise kann sich eine chronische Erstarrungsreaktion entwickeln.

In den letzten Monaten haben die Ausgangsbeschränkungen und Kontaktverbotsregelungen bei vielen Menschen bereits eine Stresssymptomatik ausgelöst. Andauernde Gefühle von Unsicherheit, Angst und Isolation sind auch ein Risikofaktor für Menschen, die nicht traumatisch vorbelastet sind.

Obwohl wir rational verstehen, dass die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie notwendig sind, erleben wir sie physiologisch trotzdem als Stress. Denn soziale Kontakte beruhigen uns, wenn sie als angenehm empfunden werden. Durch die Kontakteinschränkungen wurde es erschwert, Sicherheit und Schutz durch andere Menschen zu erfahren.

Falls Sie durch frühere Erfahrungen bereits vorbelastet sind, kann es sein, dass durch die jetzige Situation alte Traumata berührt und erneut ausgelöst werden. Diese Reaktivierung – selbst von längst überwunden geglaubten Erfahrungen – kann zusätzlich als irritierend und verunsichernd erlebt werden. Sollten sich traumatische Inhalte aus der Vergangenheit jetzt vermehrt ins Bewusstsein drängen, ist dies zugleich auch eine große Chance, sie jetzt therapeutisch zu bearbeiten und zu integrieren. 

 

 

Dance Body“ –  Zwischenräume der Begegnung               

Workshop Tanzimprovisation  m. Ulrika Sprenger & Anke Wagner

Sa. 16.November 2019/ 10.00 -18.00 Uhr

Tanz ist die ursprünglichste Sprache, die uns miteinander verbindet. In diesem Workshop erforschen wir organische Bewegungsabläufe unseres  Körpers. Wir werden mit Übungen und Themen arbeiten, die unsere Körperwahrnehmung vertiefen und es ermöglichen, freie spontane Bewegungsimpulse in den Ausdruck zu bringen.

Ob allein, zu zweit, in der Gruppe, mit Bewegung, Stimme und intuitivem Malen – es wird ein kreativer Prozess entstehen, in dem jede/r* innerhalb der Improvisationen dem eigenen Weg folgen kann. Wir spüren die Freiheit zu entscheiden, auf welche Weise wir in Verbindung mit den Mittänzer/innen* gehen wollen. Unsere Bewegungen zeichnen Formen und Linien in den Raum, die uns neue Begegnungsräume wahrnehmen lassen.

Für alle, die auf der Suche nach dem eigenem Ausdruck, der eigenen Kreativität und mehr Bewusstheit sind. Es ist keine tänzerische oder künstlerische Vorerfahrung erforderlich.

Zeiten:                10.00 -13.00 Uhr/ 14.30 -18.00 Uhr – dazwischen Mittagspause

Ort:                      Schule für Tai Chi Chuan, Akazienstr.27, 1.Hof rechts 5.Stk., Berlin-Schöneberg

Kosten:               120,00 €

Leitung:               Ulrika Sprenger, Tanz-und Theaterpädagogin/ Halprin Practitioner

Anke Wagner, Körperpsychotherapeutin/ Tanzimprovisation/ Body-Mind Centering®

Anmeldung:         Ulrika Sprenger <info@bewegungsraum.de> oder Anke Wagner <mail@senseandflow.de>