Körpertherapie – Wenn der Körper die Seele heilen kann

01.Juni 2019
 

 

 

 

Was ist Körpertherapie?

Unter dem Begriff Körpertherapie vereinen sich eine Vielzahl von Methoden und Konzepten. Ihr Ziel ist es meistens, muskuläre Verspannungen und Fehlhaltungen zu korrigieren sowie die Beweglichkeit des Körpers zu verbessern. Häufig stehen nur die körperliche Beschwerden im Vordergrund der Behandlung. Die Gefühle und Gedanken des Klienten bleiben außen vor und werden nicht therapeutisch bearbeitet.

 

 

Körperpsychotherapie

Körperpsychotherapie wird oft als Synonym für Körpertherapie verwendet. Sie verbindet jedoch psychotherapeutische Methoden mit Ansätzen der Körperarbeit und behandelt körperliche und seelische Prozesse gleichwertig. Die vertiefte Körperwahrnehmung eröffnet einen Zugang zu unbewussten seelischen Prozessen, wodurch die psychosomatische Wechselbeziehung für den Klienten ganzheitlich erfahrbar wird. 

 

Psychotherapie im Vergleich

In der Psychotherapie wird das Verhalten und gefühlte Erleben des Klienten im therapeutischen Gespräch betrachtet und reflektiert. Doch für Menschen, die sehr in ihrem Denken verhaftet sind und dazu neigen, Gefühle zu rationalisieren, reicht es oft nicht aus, über sich und ihre Probleme zu sprechen. Es fehlt Ihnen die Verbindung zu ihren körperlichen Empfindungen und damit auch der Zugang zu Ihrer Lebendigkeit. Oftmals haben die Klienten dann das Gefühl, in der Therapie nicht als ganze Person wahrgenommen und angesprochen zu werden.

 

Gespeicherte Erinnerungen im Körper

Häufig liegen körperlichen als auch psychischen Erkrankungen vergangene Konflikte und unbewältigte Traumata zugrunde, die dem Bewusstsein nicht mehr zugänglich sind. Die Erfahrungen bleiben jedoch als Körpererinnerungen gespeichert – in Form von Gefühlen, inneren Bildern, diffusen Körperempfindungen, chronischen Verspannungen und faszialen Verklebungen des Bindegewebes.  

 

Psychosomatische Wechselbeziehung

Ein Gedanke oder ein Gefühl löst zugleich immer eine körperliche Empfindung aus, auch wenn wir uns dessen nicht bewusst sind. Entspannt sich der Körper, verändert sich auch die Art zu fühlen und zu denken. Wenn der Geist zur Ruhe kommt, werden Gefühle wieder intensiver empfunden. Ist die psychosomatische Wechselbeziehung zwischen Körper, Geist und Seele wieder in Balance, fühlen wir uns klar, lebendig und den alltäglichen Herausforderungen gewachsen.  

 

Hilfe zur Selbsthilfe

Mit vertiefter Körperwahrnehmung ist es möglich, Stress, Angst, chronische Anspannung und Schmerzen selbst zu beeinflussen und auch aufzulösen. Die Fähigkeit zur Selbstregulation wird gestärkt, das Selbstvertrauen wächst und wir werden achtsamer im Umgang mit uns selbst und anderen Menschen.